Viele von euch kennen es sicherlich, die vielen Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest, die in der eigentlich besinnlichen Adventszeit (in manchen Fällen sogar davor schon) getroffen werden sollten.

Für all meine Mitstreiter in dieser Sache daher eine Blog-Serie zum Thema „Steffi’s Vorbereitungen auf Weihnachten“. Teil eins behandelt den Punkt Adventkranz. In altbekannter Manier gibt es ein paar persönliche Erzählungen, wissenswerte Details werden aber auch nicht fehlen.

Der erste Adventsonntag ist dieses Jahr am 27. November. Jeder, der gerne einen Adventkranz möchte, hat im Prinzip 2 Möglichkeiten: entweder man bindet sich selbst einen oder man kauft ihn im Handel. Da ich den absoluten Profi im Adventkranz-Binden kenne, versuche ich Möglichkeit Nr. 1 und besuche meinen Opa.

Er erklärt mir zuerst, was wir alles brauchen: Tannenzweige (alternativ auch Latschenzweige), einen Kranz, um den dann die Zweige geflochten werden, Draht zum Befestigen der Zweige, Kerzenhalter, Kerzen und Deko. Opa sieht aus dem Fenster und meint: „Wenn du vom Höhenweg auf einen schmalen Steig nach rechts abbiegst und dann ca. 1 Stunde steil bergauf wanderst, findest du die besten Zweige fürs Adventkranz-Binden.“ Da ich mir aber nicht sicher genug bin, ob ich schlussendlich auch die richtigen Zweige mitbringe, fahre ich lieber in eine Gärtnerei und besorge mir dort die passenden Zweige.

 

Dann geht es auch schon los. Ich darf die Zweige zurechtschneiden. Gar nicht so einfach, wie es jetzt vielleicht klingen mag, denn es gibt einige Dinge zu beachten: Die Zweige sollten schön buschig sein, nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz. Ich brauche ein paar Versuche, um den ersten perfekten Zweig zu bekommen. Doch dann läuft es wie geschmiert. Parallel dazu beginnt Opa schon den Draht am Kranz zu befestigen. Danach nimmt er die zurechtgeschnittenen Zweige, legt immer eine Reihe rund um den Kranz und befestigt sie mit dem Draht, den er die ganze Zeit in seiner Hand hält.

„Der Anfang ist immer am schwierigsten.“, meint Opa. Daraufhin erkundige ich mich, ob ich dann vielleicht auch einen Versuch wagen darf. Er sieht mich an, schüttelt den Kopf und sagt: „Weißt du, der Draht darf nicht lockergelassen werden, ansonsten zerfällt der ganze Kranz.“

Ok – schon verstanden. Also schneide ich weiter Zweige und beobachte fasziniert, wie professionell und schnell Opa den Kranz bindet. Nachdem er die Zweige rundum mit dem Draht befestigt hat, geht es ans Dekorieren. Erst die Kerzen in die Kerzenhalter, dann die Halter auf den Kranz. Danach darf ich mich austoben und den Adventkranz mit Dekomaterial meiner Wahl schmücken.

Geschmückter Adventkranz auf Tisch

Zufrieden und stolz lächeln wir uns an. Opa schenkt mir den Kranz, damit ich schon mal für den Advent gerüstet bin.

Abschließend möchte ich festhalten, dass es wahnsinnig schwierig ist, einen Adventkranz selbst zu binden. Mir persönlich fehlen einfach die Geduld und das handwerkliche Geschick dazu.

Trotzdem war es für mich sehr schön, diese Erfahrung gemeinsam mit meinem über 80 Jahre alten Opa zu machen und so etwas Tolles von ihm zu lernen.