Es war Sonntag, neun Uhr morgens und die Sonne blinzelte langsam durch das Fenster auf mein Bett. Es war keine lange Diskussion, was wir an solch einem sonnigen Wintertag unternehmen sollen.
Die highline179 hat nämlich 365 Tage im Jahr, immer von 08:00 Uhr bis 22:00 Uhr geöffnet. Perfekt für einen Sonntagsausflug. Mein Freund Markus und ich machten uns direkt nach dem Frühstück auf den Weg.

So fuhren wir zum Parkplatz am Waldrastlift in Ehenbichl. Dort dürfen übrigens alle kostenlos parken, die zur highline179 und zur Burgenwelt Ehrenberg wandern. Am Parkplatz angekommen folgten wir der Beschilderung über die Katzenmühle zur Burgenwelt Ehrenberg. Der steilere Anstieg auf einem breiten Waldweg ist nach
ca. 10 – 15 Minuten geschafft. Schon sahen wir die faszinierende Hängebrücke, die die Burgruine mit dem Fort Claudia verbindet. Was für ein toller Anblick. Direkt darunter befindet sich die Arena Ehrenberg. Auf gleicher Höhe findet man einen Gasthof und ein Ticket Center mit Shop, Museum & Naturausstellung – langweilig wird hier bestimmt niemandem.

Nun geht’s aber weiter. Wir wanderten am Parkplatz vorbei in Richtung Ticket Center, dort kauften wir uns ein Ticket für die Überquerung der highline179. Als wir das Ticket Center wieder verließen, führte uns ein Wegweiser nach rechts. Ein etwas steiler, breiter und bestens präpartierter Winterwanderweg führte uns in ca. 20 Minuten durch einen verschneiten Wald zur highline179. Gleich neben der langen Hängebrücke befindet sich die Burgruine, eine mittelalterliche Festung, die man ebenso besichtigen kann.

Nun war es soweit – sobald sich mein Blick in Richtung Brücke bewegte, kribbelte es in meinem Bauch. Die Angst ließ ich mir natürlich nicht anmerken und ich nahm meinen ganzen Mut zusammen. Durch ein Drehkreuz gelangten wir ins Brückenportal. Es fühlte sich komisch an, die Brücke wackelte ein wenig als ich die ersten Schritte ging. Der Ausblick jedoch war atemberaubend. Wir sahen den verschneiten, glitzernden Talkessel und die umliegende weiße Bergwelt. Ein Anblick, der mir für kurze Zeit den Atem raubte und mich die „wackelige Situation“ vergessen ließ.
Nach einigen Metern erreichten wir das andere Ende der Brücke – dort gingen wir auf die Aussichtsplattform und setzten uns auf eine Bank. Hier konnten wir nun auf festem Boden noch einmal die wunderschöne Landschaft und die Berge genießen. Auch die Sonnenstrahlen schienen uns funkelnd aufs Gesicht.

 

Nach einigen Minuten aber hieß es wieder rauf auf die Brücke um an den Ausgangspunkt zu gelangen. Dieses Mal klappte es schon besser und meine Knie wackelten nicht mehr so arg. Am Drehkreuz wieder angekommen, verließen wir das Brückenportal und besichtigten noch die mittelalterliche Burgruine.

Unten angekommen stellten wir fest, dass erst Mittag war. Genau der richtige Zeitpunkt um noch im Gasthof „Salzstadl“ einzukehren. Nach einer kräftigen Stärkung wanderten wir schließlich über die Katzenmühle zu unserem Auto zurück und fuhren nachhause. Ein wirklich perfekter Sonntagsausflug, der uns bestimmt lange in Erinnerung bleiben wird. 🙂