In Tirol ist es Brauch, dass am Sonntag vor Ostern zahlreicher Menschen mit sogenannten „Palmbuschen“ zur Kirche gehen. Doch woher kommt eigentlich dieser Brauch und was wird am Palmsonntag eigentlich gefeiert? Ich hab mich für euch ein bisschen schlau gemacht.

Jedes Kind, das in Tirol den katholischen Religionsunterricht besucht, kennt die Geschichte:
Jesus, der auf einem Esel in Jerusalem einreitet, Menschen, die ihn freudig empfangen, ihm zujubeln und als den Sohn Gottes verehren. Sie breiten Kleider auf der Straße aus und schneiden Zweige von den Bäumen, um ihm den Weg zu bereiten. (Matthäus 21,1-11)
Der Palmsonntag ist also ein christliches Kirchenereignis und soll den Einzug von Jesus nach Jerusalem symbolisieren.
Der Palmsonntag leitet außerdem die Karwoche, auch „Passionswoche“ genannt, ein.

Für diesen Tag werden von Gläubigen Palmbuschen gebunden. Je nach Region werden diese verschieden geschmückt: Palmkätzchen, Buchs, Erika, aber auch Brezeln oder Obst, Maschen und Ketten sind auf den Palmbuschen zu finden.
Egal wie die Palmbuschen verziert sind, sie stehen für das Leben, sollen Segen über Haus und Hof bringen und Unwetter fernhalten. Nach der heiligen Messe und Segnung der Palmbuschen werden sie in den Häusern aufbewahrt, damit die Wirkung gegen Böses nicht verloren geht.

Ein weiteres interessantes Detail am Rande: schon vor Christus wurde Palmkätzchen die Eigenschaft zugeschrieben, böse Geister vertreiben zu können.

Bei meinen Recherchen geholfen hat mir neben oben zitierter Bibelgeschichte noch die Website des ORF.