So kurz vor dem Start in die Sommersaison ist es mal wieder an der Zeit, einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Diesmal mit einem Bericht über ein Thema, dem im Alltag oft wenig Beachtung geschenkt wird, das allerdings für uns alle von großer Bedeutung ist: die Erhaltung der Freizeitinfrastruktur.

Der Schnee ist zu größten Teilen geschmolzen, die Sonnenstrahlen werden kräftiger und die Temperaturen wärmer. Man bekommt Lust, die Wanderschuhe aus dem Schrank zu holen, sein Rad sommerfit zu machen und erste Touren zu unternehmen. Damit wir unsere Freizeitaktivitäten in der Natur so richtig genießen können, arbeiten zahlreiche Akteure, wie Mitarbeiter des Tourismusverbandes, der Gemeinden, Gemeindegutsagrargemeinschaften, Bergbahnen u.v.a.m., im Hintergrund daran, uns eine vielfältige und qualitativ hochwertige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

Regelmäßige Instandhaltungsarbeiten

Dies beginnt im Frühling damit, dass die Beschilderung der Winterwanderwege abgebaut wird und die über den Winter entfernten Sitzbänke wieder aufgestellt und wenn nötig saniert werden. In diesem Zuge wird auch die Sommerbeschilderung auf Vollständigkeit überprüft und bei Bedarf ausgetauscht. Je nach Weg werden diverse Instandhaltungsarbeiten durchgeführt: gefallene Bäume, Laub und grobe Steine werden entfernt, Wasserrinnen gereinigt und bei Bedarf neue errichtet und an passenden Plätzchen neue Bänke aufgestellt, die im Laufe des Sommers immer wieder ausgemäht und von Müll befreit werden, um attraktive Rastplätze für Einheimische und Gäste zu schaffen.

Sanierung von Wanderwegen

Alle 10 – 15 Jahre muss ein Wanderweg neben den regelmäßigen Instandhaltungsarbeiten generalsaniert werden, um Unfällen bestmöglich vorzubeugen. Im Jahr 2018 war es am Hahnenkamm in Höfen so weit. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Höfen, dem Maschinenring und dem Land Tirol – Abteilung Landschaftsdienst nahm sich der Tourismusverband dieses Projekts an. Ein paar Worte zum groben Ablauf einer solchen Generalsanierung: Nachdem die Vorbereitungsarbeiten, die vor allem der Wasserausleitung dienen, abgeschlossen sind, wird der Weg mit Bergschotter befestigt. An schwer erreichbaren Wegen, wie es am Hahnenkamm der Fall war, wird der Schottertransport zum Weg mithilfe eines Hubschraubers erledigt. Eine für mich sehr beeindruckende Tätigkeit, da es Präzisionsarbeit, vollstes Vertrauen und enge Abstimmung zwischen Lotse am Boden und Pilot benötigt, um die mit Schotter gefüllten Kübel unfallfrei zur Bodenmannschaft zu transportieren. Diese übernehmen die Kübelführung entlang des Wanderwegs. Im Anschluss an das Auftragen des Schotters wird dieser mithilfe einer Rüttelplatte verdichtet, um den Wanderweg vor Abschwemmung zu schützen.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei den Gemeinden Höfen, Wängle, Lechaschau, dem Land Tirol sowie dem Maschinenring Tirol für die gelungene Zusammenarbeit in diesem Projekt bedanken!

Ihr möchtet lieber sehen statt lesen, wie eine Sanierung abläuft? Dann ist dieses Video genau richtig für euch 🙂

Almwirtschaft und Weidetiere

Im Sommer verlaufen einige unserer Wanderwege und Mountainbikestrecken in der Nähe von Almgebieten. Die Almwirtschaft ist in Tirol traditionell von sehr großer Bedeutung, mehr als die Hälfte aller in Tirol gehaltenen Milchkühe verbringen ihren Sommer auf der Alm. Oft werden direkt vor Ort verschiedene Milchprodukte, wie zum Beispiel köstlicher Almkäse, erzeugt. Damit die weidenden Tiere ihre wohlverdiente Sommerfrische ausgiebig genießen können und es zu keinen unangenehmen Zwischenfällen kommt, bitten wir euch, die Richtlinien zum Verhalten bei der Begegnung mit Weidetieren zu beachten.

Freizeitspaß in der Naturparkregion Reutte

Nach so vielen interessanten Hintergrundinformationen möchte man sich am liebsten sofort aufmachen und die Natur auf den zahlreichen Wanderwegen und Mountainbikestrecken genießen. Verschiedenste Tourenvorschläge für eure Unternehmungen findet ihr in unserer interaktiven Karte.