Anlässlich des Muttertages finden sich Jahr für Jahr zahlreiche Menschen in Blumenläden wieder, um Ihren Müttern eine kleine Aufmerksamkeit zu erstehen. Passend dazu wird auch jedes Jahr aufs Neue darüber diskutiert, wie weit der Brauch zur Wertschätzung unserer Mamas geht und wo die Kommerzialisierung des Ehrentages aller Mütter beginnt. In meinem heutigen Beitrag möchte ich gerne beide Seiten der Medaille etwas konkreter beleuchten.

Seit wann gibt es den Muttertag überhaupt?

Der Brauch oder der Tag zu Ehren der Mutter kommt aus den Vereinigten Staaten und hat sich seit 1914 in der westlichen Welt etabliert. Bei uns wird der Muttertag immer am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. Grundsätzlich gehen die Ursprünge bis in die griechische Mythologie zurück, denn im antiken Griechenland wurde die Göttin Rhea verehrt. Eine besondere Prägung des Muttertags, kam aus der Frauenbewegung von Ann Maria Reeves Jarvis, die 1870 versuchte eine Mütterbewegung namens „Mothers Friendships Day“ zu gründen. Auch in Europa gab es diverse Frauenbewegungen und Vereine, die sich neben Friedensprojekten und mehr Frauenrechte auch für bessere Bildungschancen für Mädchen einsetzten.

 

Blumen am Muttertag

Wer verdient am Muttertag?

Laut Zahlen des deutschen Fachverbandes der Floristen belaufen sich die Umsätze rund um den Muttertag bei 120 bis 130 Millionen Euro und sorgen bei Floristen für ein breites Grinsen im Gesicht. Auch bei uns in Österreich ist laut einer Umfrage des Handelsverbandes der Umsatz an diesem Tag mit einer Summe von rund Euro 30,- pro Person festzuhalten. In Österreich sind die Bundesländer Oberösterreich und Salzburg die Spitzenreiter beim Schenken. Der Trend geht laut einer Umfrage eindeutig hin zu Sachgeschenken. Die Begründerin des Muttertags, Ann Maria Reeves, kritisierte die Kommerzialisierung dieses Tages scharf und war der Meinung, dass damit die eigentliche Bedeutung in den Hintergrund gerückt wird.

Persönliche Muttertags Erfahrung

Auch ich statte von Zeit zu Zeit den zahlreichen Floristen unserer wunderschönen Region einen Besuch ab und erwerbe Blumengrüße für meine Liebe. Aber am Muttertag und als junger Papa, versuche ich mit unseren beiden Kindern etwas zu malen, zu basteln, zu sammeln oder einfach ein Gedicht zum Besten zu geben. Am meisten Freude haben wir, wenn wir an diesem Tag Zeit miteinander verbringen können. Sei es beim überraschenden Frühstück mit frisch zubereiteten Waffeln, oder bei einem gemeinsamen Ausflug. Ich bin davon überzeugt, dass alle Mütter gefeiert werden sollten, denn sie erbringen Tag für Tag eine Spitzenleistung und verdienen meinen vollsten Respekt und Hochachtung. Anbei eines meiner Lieblingsgedichte für den Muttertag:

Von allen Müttern auf der Welt ist keine, die mir so gefällt wie meine Mutter, wenn sie lacht, mich ansieht oder gar nichts macht.

Auch wenn sie aus dem Fenster winkt und mit mir rodelt, mit mir singt und nachts in Ruhe bei mir sitzt, wenn’s draußen wettert, donnert, blitzt

und wenn sie sich mit mir versöhnt und wenn ich krank bin mich verwöhnt – ja, was sie überhaupt auch tut, ich mag sie immer, bin ihr gut.

Und hin und wieder wundert’s mich, dass wir uns fanden – sie und ich.

Rosemarie Neie

Was meint ihr zu diesem Thema? Stehen die Mütter eurer Meinung nach noch im Mittelpunkt der Feierlichkeiten oder hat die Kommerzialisierung bereits überhandgenommen? Wir freuen uns auf eure Meldungen in den Kommentaren!

Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Muttertag
http://www.zeitblueten.com/muttertagsgedichte/
http://www.focus.de/finanzen/news/tid-14194/muttertag-wer-verdient-am-muttertag_aid_396934.html