Heuer war Ostern einmal nicht im Schnee, sondern im Klee und wir haben das gleich ausgenützt und mit den Enkelkindern einen kleinen Spaziergang rund um den Baggersee in Weißenbach gemacht.

 

Christina und mein jüngster Enkel Julian, 9 Monate alt, holten mich daheim ab und wir trafen uns mit Angelika und Johanna (die kennt ihr ja schon aus meinen Blogs) beim Parkplatz. Bis alle Buggies ausgepackt, Jäckchen und Saftfläschchen gerichtet und die Kinder samt Angelikas Hund Adele startbereit waren, verging schon einige Zeit, nicht zuletzt deswegen, weil unsere sehr mobile Johanna natürlich gleich alle schönen Blumen, Steine und Schmetterlinge und ……. anschauen und uns zeigen wollte. Julian war das noch ziemlich egal, er war vollauf damit beschäftigt, seine Cousine beim Herumhüpfen zu beobachten.

Wir genossen die Sonnenstrahlen, die unsere Gesichter wärmten und den See zum Glitzern brachten. Ein bisschen Schnee lag noch an den Schattenstellen und bildete einen schönen Kontrast zu den roten Erikaflächen, die unter den Bäumen ausgebreitet lagen.

Die Runde führte uns an den Grillstellen vorbei zum Radweg, von hier machten wir einen kleinen Abstecher durch das Gelände, um einen Blick auf den letzten Wilden – den Lech – zu erhaschen. Es ist schon wunderschön bei uns und der Lech ein Naturjuwel! Johanna warf begeistert Steinchen in den Fluss und Julian war ganz gebannt vom vorbeifließenden Wasser.

Auf der anderen Seite des Sees, vorbei am noch sehr einsam liegenden Sprungbrett, gingen wir dann retour zum Parkplatz. Normalerweise ist man in einer halben Stunde leicht um den See, mit den Kindern brauchten wir aber länger als eine Stunde, soviel Blumen und Vögel und Natur gab es zu bestaunen. Bei Angelika zuhause durften die beiden Kleinen dann noch die neue Schaukel ausprobieren und ein bisschen miteinander spielen.

Ein bisschen Zeit für meinen Mann und mich alleine war an diesem Wochenende natürlich auch eingeplant. Als begeisterte Schifahrer gaben wir uns mit Klee nicht zufrieden und genossen am Samstag noch einen herrlichen Sonnentag auf den Pisten der Ehrwalder Alm, die Reuttener Seilbahnen hatten ja schon geschlossen. Nachmittags dann der Spaziergang mit den Enkelkindern und am nächsten Tag unternahmen wir die erste Radltour im heurigen Jahr auf den Dürrenberg, wo wir völlig unerwartet einen netten Ostergruß entdeckten.

Der Freizeitwert unserer Region ist wirklich sehr hoch, hier kann man so viel Verschiedenes unternehmen! Das werde ich in Zukunft auch vermehrt machen – dieses Wochenende war ein Vorgeschmack auf die Freistellungsphase der Altersteilzeit, die ich mit Ende Mai antreten werde. Daher ist das mein letzter Blog, was ich sehr bedauere, da es mir ein Anliegen war, die Schönheit meiner Heimat mit euch zu teilen und auch, weil mir das Schreiben Spaß gemacht hat. Daher verabschiede ich mich mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn natürlich freue ich mich auf mehr Zeit mit meinem Mann, mit Kindern und Enkeln und auf mehr Zeit zum Sporteln und zum Musizieren.