Es schneit und schneit und schneit, unser Vogelhäuschen hat schon einen großen weißen Hut auf und wird von Meisen und Spatzen stark frequentiert. Richtig schön romantisch ist es draußen. Meine Tochter ist zu Besuch und wir beratschlagen, was wir am Nachmittag unternehmen können. Schifahren ist nicht lustig, weil die Sicht gleich Null ist, im Ort spazieren gehen ist keine Herausforderung, langlaufen können wir nicht, weil die Loipen ebenfalls im Schnee versinken. Aber nur herum sitzen kommt schon gleich gar nicht in Frage. Da hat mein Mann eine tolle Idee, Schneeschuhwandern, das wäre doch was. So viel unberührte, verschneite Landschaft gibt es nicht alle Tage. Da wir nur 2 Paar Schneeschuhe haben, darf mein Mann lediglich die Schneeschuhe aus dem Keller holen und auf unsere Schuhgrößen einstellen und muss daheim bleiben. Das klingt nur schlimm, wahrscheinlich genießt er es, wenn er mal in Ruhe Schirennen schauen kann, ohne weibliche Kommentare😊!

Wir haben das Privileg, direkt am Stegerberg zu wohnen und müssen nur hinter dem Haus durch eine Bahnunterführung und sind schon mitten in der Natur. Das war früher mit den Kindern schon ideal, die hier nach Herzenslust Schi fahren und rodeln konnten, ohne dass man ins Auto steigen musste. Auch heute machen wir uns auf den Weg durch den Durchlass den Stegerberg hinauf bis zum Wanderweg. Trotz Schneeschuhen sinken wir recht tief ein und es ist ganz schön anstrengend, aber die frische Luft, das gute Gefühl sich zu bewegen und der Anblick der tiefverschneiten Landschaft entschädigt uns für alle Mühen!

Oben angekommen wird es wesentlich leichter, da der Winterwanderweg natürlich von meinen Kollegen vom Außendienst regelmäßig geräumt wird und der Schnee hier nicht mehr so tief ist.

Wir gehen in Richtung Stuibenfälle und staunen, wie hügelig und sanft die Landschaft durch die hohe Schneedecke wirkt. Schneeflocken tanzen um uns herum und geben nur hin und wieder einen Blick auf die Berge frei.

Wir biegen vom Winterwanderweg nach links ab und gehen am Hundeabrichteplatz vorbei Richtung Planseestraße, wenden uns dann aber vor dem Wasserhochbehälter wieder nach links. Das ist jetzt richtig steil und mühsam und wir kommen ordentlich ins Schnaufen. Aber der Anblick der schneebedeckten Bäume ist die ganze Mühe wert. Wir gehen bis zum höchsten Punkt, kurz bevor es abwärts zu den Stuibenfällen geht und drehen hier um. Dort unten liegt wahrscheinlich noch mehr Schnee und unsere Kondition geht auch langsam zur Neige.

Jetzt ist es nicht mehr so anstrengend, können wir doch in unseren eigenen Spuren zurück gehen und die weiße Schneelandschaft noch einmal so richtig genießen. Wer weiß, wann es wieder so tolle Bedingungen für eine Schneeschuhwanderung gibt.

Kostenlose geführte Schneeschuhwanderungen sind in unserem Aktiv Card Programm enthalten!