Wer kennt ihn nicht – den Schollenwiesenlift in Höfen. Generationen lernten hier schon als Kinder das Skifahren.
Doch wann genau kam der Schollenwiesenlift in unseren Betrieb und wie läuft so ein Tag am Schollenwiesenlift ab?

Genau diese Fragen werde ich euch heute in meinem Blog beantworten.

Angefangen hat es in der Wintersaison 2014 / 2015.
Die Gemeinde Höfen kaufte den Schollenwiesenlift von Otto & Rudolf Schretter GmbH & CoKg ab und wurde zum neuen Eigentümer des Liftes. Folge dessen wurde der Pachtvertrag zwischen der Gemeinde Höfen und der Naturparkregion Reutte geschlossen.
Ab 2014 / 2015 wurde dann der Schollenwiesenlift mit 5 Mitarbeitern der Naturparkregion Reutte betrieben.

Um euch mehrere Informationen über den Lift bekannt zu geben, wurde einer der Spezialisten, Andreas Brandl, vom Schollenwiesenlift in Höfen interviewt.

Gemeinsam mit ihm konnte ich die einzelnen Aufgaben, Schwierigkeiten und Herausforderungen herausfinden…

Chantal: Wie schaut ein Tagesablauf bei euch aus?

Andreas: Fast immer gleich. 😊
An der Kassa findet der Kartenverkauf statt. Es werden auch Auskünfte gegeben und telefonisch mit der Bergstation, dem Maschinisten und dem Schlepplift kommuniziert.
Am Schlepplfit selber wird die Lifttrasse im Auge behalten, um einen reibungslosen Ablauf zu gewähren. Lift-Stopp bei Bedarf, Lift wieder anfahren und den Übungslift zu beobachten gehört auch zum Hauptaugenmerk.

An der Bergstation werden vor Betriebsbeginn alle Not-Aus Schalter und Überfahrsicherungen geprüft. Wichtig ist dann auch die Kontrollfahrt vor dem Beginn eines Skitages.
Bei Betrieb wird speziell auf den Ausstieg mit dem Bügel geachtet und immer Rücksprache mit der Talstation gehalten, um Unfälle zu vermeiden.
Bei der Talstation schaut es fast gleich aus, außer dass wir hier speziell mit dem Bügel behilflich sind. Gerade bei Kindern – diese tun sich öfters mal schwer.

Chantal: Wer sind denn eigentlich im Hintergrund die Drahtzieher?

Andreas: Ich bin der Betriebsleiter und seit 24 Jahren mit von der Partie. Meine Hauptaufgabe ist die Kassa, die Pistenpräparierung und die Kunstschneeerzeugung.
Andreas Ruepp ist seit 8 Jahren am Lift beschäftigt und wechselt die Stationen Berg-Tal-Übungslift durch. Das machen bei uns alle Mitarbeiter.
Speziell zuständig für die Pistenrettung ist ebenfalls Andreas Ruepp.

Hajsen Ajradini ist seit 4 Jahren dabei und seine Aufgabe ist die Präparierung des Einstiegsbereiches.

Bernhard Storf ist genau wie Hajsen Ajradini seit 4 Jahren im Team und vertritt mich aushilfsweise an der Kassa. Er ist für Reparaturen an den Gehängen zuständig und auch noch als Pistenretter am Weg.

Kurt Reiter ist seit 2 Jahren am Lift beschäftigt und wechselt wie alle Berg-Tal-Übungslift durch.

Chantal: Was müsst ihr jeden Tag beachten um einen Skitag ohne Verletzte zu beenden?

Andreas: Sicherheit ist immer 1. Gebot eines Liftes. Es müssen alle Überprüfungen, die vorgeschrieben sind, durchgeführt werden. Stützen und Schneeerzeuger müssen mit Aufprallmatten geschützt werden.

Chantal: Welchen Herausforderungen stellt ihr euch jeden Tag?

Andreas: Mit der Wetterlage und der Schneemenge umgehen zu können, ist nicht immer einfach, schließlich brauchen wir eine Mindestschneelage von 25 cm, um zu präparieren. Nicht immer ist es dann einfach, es den Besuchern recht zu machen.

Chantal: Apropos Pistenpräparierung – wann macht ihr das?

Andreas: Außerhalb des Liftbetriebes abends oder in der Früh – je nach Wetterbericht und Lage. Kunstschnee muss verschoben und präpariert werden.

Chantal: Was macht euch besonders Spaß?

Andreas: Glückliche- zufriedene Gäste, die technische Anlage der Lifte, generell der Umgang mit Menschen und die Pistenpräparierung.

Ein sehr großer Punkt ist das super Arbeitsklima und der Zusammenhalt innerhalb des Lift-Teams! 😊