Die Wanderung beginnt direkt vor meiner Haustür bei der Heilig Geist Kirche in Lechaschau. Neben der Kirche befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem man kostenlos parken kann. Ich folge nun der magentafarbenen Winterwanderbeschilderung, die mich am Wanderweg unter die große Lechbrücke und dann entlang des Lechs leitet. Ich genieße die frische Luft, die herrliche verschneite Winterlandschaft und den tollen Ausblick auf die Gipfel rund um den Talkessel.
Der flache Weg verläuft nun parallel zum Lech bis zur kleinen Fußgängerbrücke. Auf der Brücke kann man den Lech nochmal in voller Pracht betrachten.

Der Weg zum Frauensee führt aber wieder zurück auf den Wanderweg. Nach einer Rechtskurve gehe ich vorbei am Tennis- und Fußballplatz weiter nach Hinterbichl, das übrigens zu Wängle gehört. Vorbei am Tannenhof und der kleinen denkmalgeschützen Kolomankapelle folge ich dem Wanderweg über den Kuhbichl. Nun geht es leicht aufwärts in den Wald bis zum alten Langtennenlift. Bis 1993 war der kleine Schlepplift in Betrieb und so manche Einheimische haben hier das Skifahren gelernt. Ich biege nun aber rechts ab und folge dem asphaltierten Weg hinauf zum Frauensee. Der breite Weg geht leicht aufwärts und schlängelt sich durch den verschneiten Wald bis zum Frauensee, der auf 972 Meter Seehöhe liegt. Um den kleinen See ranken sich einige Mythen. Zum Beispiel, dass hier vor vielen Jahren ein Schloss reicher Frauen versunken sei, weil die Bewohnerinnen zu verschwenderisch waren. Für mich ist der Frauensee ein wunderbarer Erholungsort, an dem ich gerne meine Sommertage verbringe und an dem ich schwimmen lernte. Auch im Winter ist der Frauensee immer einen Ausflug wert, bei dem man die Natur und die Ruhe genießen kann.

Nun ist es Zeit, sich aufzuwärmen und so kehre ich in der Frauenseestube ein. In der gemütlichen Hütte direkt am See bestelle ich eine heiße Schokolade und ein Stück Kuchen und lasse es mir schmecken. Vom Frauensee kann man mit Schneeschuhen auch noch weiter zur Costarieskapelle hinauf wandern. Dort hat man einen tollen Ausblick über den ganzen Talkessel. Nun wird es für mich Zeit für den Heimweg. Ich gehe denselben Weg hinunter vorbei am Langtennenlift und weiter nach Lechaschau über die weiten Felder bis zur Ottilienkapelle. Ein Stück geht es noch geradeaus, dann biege ich links ab und gehe den Weg hinunter vorbei am Friedhof und der Feuerwehr ins Ortszentrum. Ich biege nun rechts ab und gehe vorbei am wunderschön bemalten Franzelinhaus aus dem 16. Jahrhundert. Für mich hat dieses Haus auch eine persönliche Bedeutung, denn mein Urgroßvater hat hier seine erste Metzgerei eröffnet. Der Kirchturm ist nun wieder in Sicht und ich bin schon wieder fast Zuhause.

Den Wanderweg findet ihr in unserer interaktiven Karte