Das Fest beginnt am Dienstag, den 14. August um 18.30 Uhr mit dem Einzug der Stadtmusikkapelle Vils, ab 19.00 Uhr unterhalten die „Chefs´s“. Heuer ändert sich der Ablauf am 15. August (in Tirol auch Hoher Frauentag genannt). Die Messe zum Pfarrpatrozinium beginnt um 10.00 Uhr, anschließend führt die feierliche Prozession durch den Ort. Von 12.00 Uhr bis 15.00 Uhr spielen die „VG Musig“ und ab 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr die Stadtmusikkapelle Vils. Ab 18.00 Uhr sorgt die Kapelle „Grenzwertig Böhmisch“ unter dem Motto „Musik kennt keine Grenzen“ für Stimmung.

Ursprung des Stadtfestes

Im benachbarten Füssen gab es schon länger ein Stadtfest. Da kam der Stadtmusikkapelle Vils der Gedanke, auch in Vils ein Fest zu veranstalten und so fand 1980 das erste Vilser Stadtfest statt. In verschieden Tennen der Stadtgasse wurde ausgeschenkt. Die Einnahmen des ersten Festes wurden auf Wunsch vom damaligen Kapellmeister Richard Wasle für die Renovierung der Ruine Vilsegg gespendet.
Seither ist jeden 14. und 15. August „Stadtfestzeit“ in Vils. Ich habe bis heute noch keines versäumt.

Das leibliche Wohl

Das berühmte Wienerschnitzel schmeckt in der Stadtgasse besonders gut, aber es gibt auch Schweinsbraten, Currywurst, Bratwürste – es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Somit brauche ich am Feiertag mittags nicht kochen, da meine ganze Familie immer gerne am Stadtfest teilnimmt.
Fleißige Kuchenbäckerinnen füllen mit selbstgemachten Kuchen und Torten die Theke des Kaffeestandes. Man hat selten irgendwo soviel Auswahl wie hier.
Natürlich darf das Bier vom Vilser Bergbräu nicht fehlen.

Treffpunkt für Jung und Alt

Das Stadtfest ist ein sehr beliebter Treffpunkt für Einheimische, aber auch Gästen gefällt das Ambiente sehr. Die Jugend amüsiert sich hauptsächlich in den beiden Bars. Früher war der Barbetrieb noch in der „Schmitte“, ganz urig, in einer ehemaligen Schmiede. Wegen Platzproblemen wurde ins Schlössle (ehemaliger Amtssitz), gewechselt. Seit einigen Jahren wird sogar noch ein großes Partyzelt daneben aufgebaut.

Kinderprogramm

Eine Schießbude ist so wie früher, noch immer in einer Tenne untergebracht. Für meine Buben war das als Kinder eine Pflichtübung. Es wurde solange geschossen, bis man eine Wasserspritzpistole als Preis bekam, dann ging es zum Brunnen in der Stadtgasse um sie zu füllen usw. Das wiederholt sich bei den heutigen Kindern wieder, wie ich jedes Jahr schmunzelnd beobachte. Außerdem wird es wieder eine Hüpfburg zum Austoben geben. Spannung herrscht beim Wettnageln – wer schlägt den Nagel am schnellsten in den Stock? Beliebt sind selbstverständlich auch Popcorn und Zuckerwatte.

Es ist jedes Jahr wieder ein besonderes Flair in der Gasse zu feiern, viele nette Menschen – die man oft nur einmal im Jahr sieht – zu treffen und einfach gemütliche Stunden zu verbringen. Probiert es einmal aus – bald ist wieder Stadtfestzeit in Vils!