Auf unseren Pisten wird es im Jänner unter der Woche wieder ruhiger. Jetzt kommt meine Zeit zum Schi fahren, pünktlich um 08.45 Uhr stehe ich zur ersten Bergfahrt bereit. Seit heuer gibt es an Samstagen, Sonn- und Feiertagen schon ab 08.00 Uhr Liftbetrieb. Das wird von den Gästen und Einheimischen sehr gerne in Anspruch genommen. Ein Sonnenaufgang am Berg ist einfach wunderschön, dazu die unberührten Pisten, was will man mehr.
Die Gondelbahn der Reuttener Seilbahnen bringt mich rasch zur Bergstation. Heute sind wieder perfekte Schneebedingungen. Ich freue mich schon und fahre gleich los. Vorbei an der Singer Hütte samt Schirmbar, zum Einkehren ist es definitiv zu früh! Das mache ich sicher später. Der „Farrabichl“, genannt SA-Hang, ist super gewalzt und ich genieße es einfach an diesem Werktag in aller Früh genug Platz zu haben um meine Schwünge zu ziehen, wo ich gerade will.

 

Beste Aussichten

Die Ausstiegsstelle des Vierersessellifts Höfener Almbahn liegt knapp unter den Gipfel auf 1.900 Meter Seehöhe. Ich nehme die „Grat Abfahrt“ und bleibe dort kurz stehen, die Aussicht ins Tannheimertal und Lechtal ist gigantisch. Jetzt könnte ich die „Mulde“ hinunter fahren, heuer hat es ja genug Schnee, doch ich nehme den „Neuen Hang“, der ist anspruchsvoll und macht viel Spaß, obwohl es eine „Schwarze Piste“ ist (Pisten sind in „Blau“ – leicht, „Rot“ – mittelschwer und „Schwarz“ – schwer, eingestuft).
Am besten ich fahre gleich mit dem Alpkopfschlepplift noch einmal hinauf. An diesem Lift finden viele Schirennen für Kinder und Schüler statt.

Berg und Tal und zurück

Jetzt nehme ich als nächstes die Talabfahrt in Angriff. Links unter dem Sessellift befindet sich die Cilli Hütte. Sie wurde letztes Jahr neu gebaut und wiedereröffnet. Wirklich sehr schön, aber ich fahre weiter, da ich das Schivergnügen noch etwas auskosten will. Nach der Seilbahnmittelstation wird es wieder steiler. Nach den „Möslen“ erreiche ich den längsten Steilhang der Talabfahrt, den „Schüttler“ das ist mein Lieblingshang. Diese Fahrt wiederhole ich noch ein paar Mal. Ich kenne jede Geländekante auswendig, ich hatte ja schon als Kind eine Saisonkarte am Hahnenkamm und besuche das Schigebiet immer noch sehr gerne.

Ein Einkehrschwung gehört dazu

Jetzt bin ich etwas müde und werde mir das neu umgebaute Bergrestaurant ansehen. Ich bin schon sehr neugierig, die Selbstbedienungszone wurde entfernt, um so mehr Sitzplätze zu erhalten – ja es ist geräumig und gemütlich geworden. Die freundliche Bedienung bringt mir die wirklich guten Speisen nun direkt an den Tisch. Ich kehre hier mit Vorliebe ein und lasse mich dann noch von Hildegard auf der Sonnenterasse mit einem Kaffee verwöhnen.
Ich wohne, wo andere Urlaub machen und genieße es!