Ich erinnere mich noch genau daran, wie aufgeregt ich als Kind am Ostersonntag war. Immerhin ist er gleich nach dem Heiligen Abend und dem Nikolaustag (zumindest für mich) das dritt-zauberhafteste Ereignis des Jahres. Vom Osterhasen versteckte Osternester mit Geschenken suchen, bunte Ostereier naschen und Zeit mit der Familie verbringen – einen schöneren Tag kann man sich als Kind kaum vorstellen.

Heute verläuft das Osterfest etwas weniger aufregend für mich, allerdings habe ich mir dieses Jahr zusammen mit meinen Freundinnen Regina und Theresa vorgenommen, Ostereier zu färben. Wir haben das alle zum ersten Mal gemacht, dementsprechend lustig war die gesamte Aktion dann auch. Bevor es aber zum Färben und somit in den vergnüglichen Teil dieses Beitrags geht, möchte ich euch ein paar wertvolle Hintergrundinformationen zum Brauch der Ostereier nicht vorenthalten.

Hintergründe zum Osterei

Das Ei galt schon im alten Ägypten als Symbol des Neubeginns. In der christlichen Lehre sollte es die Auferstehung Jesu symbolisieren. Damals wurden die Eier ausschließlich rot gefärbt, um an das vergossene Blut Jesu zu erinnern.
Im Mittelalter durften in der Fastenzeit keine Eier verzehrt werden. Die von den Hühnern in dieser Zeit gelegten wurden gekocht, um sie haltbar zu machen und eingefärbt, damit man alte und frische Eier unterscheiden kann. Am Ostersonntag dann wurden die Eier verschenkt und verspeist.

Unsere persönliche Eier-Färb-Erfahrung

Letzten Sonntag war es dann für uns so weit: Wir haben gemeinsam unseren ersten Ostereier-Färbversuch gestartet. Drei Packungen Eier und 11 verschiedene Farben in drei unterschiedlichen Techniken kamen dabei zum Einsatz. Wir haben uns entschlossen einmal ganz klassisch Eier im Farbbeutel gleichzeitig zu färben und zu kochen. Zusätzlich dazu hatten wir Färb-Sets, mit denen man Eier marmorieren oder mit Glanz-Elementen verzieren kann.

Dazu gaben wir einfach ein bisschen der dafür vorgesehenen Farbe auf unsere Handschuhe, nahmen die hart gekochten und noch warmen Eier und färbten sie mit den Händen. Klingt theoretisch alles ziemlich einfach. Allerdings beginnen die Eier und vor allem die Folie mit den Glanzpartikeln mit der Zeit an den Handschuhen zu kleben, was zu lustigen Farbunfällen auf den Händen und in Folge dessen im Gesicht führte.
Danach ließen wir die Eier trocknen und schlussendlich wurden sie mit viel Stolz und vollem Körpereinsatz noch einem Fotoshooting unterzogen.

Natürlich haben wir unsere Versuche für euch festgehalten und auch unsere Kollegen und Kolleginnen im Büro wurden großzügig mit unseren selbstgefärbten Eiern versorgt.